In den Tälern der Roten und Wilden Weißeritz bilden Natur und Technik schon lange eine Einheit. Früher trieb die natürlich vorhandene
Wasserkraft hölzerne Mühlräder an. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren diese Schneide-, Mahl- und Ölmühlen sowie Kraftanlagen den wechselnden Pegelständen der Flüsse ausgeliefert. Erst durch den Bau der Talsperren Malter, Lehnmühle und Klingenberg konnte der Abfluss geregelt werden. Gleichzeitig ermöglichten Erfindungen zur Energiegewinnung und -übertragung eine effektivere Nutzung des Wassers. So entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts sechs Wasserkraftwerke (WKW), deren Turbinen und Generatoren heute noch zuverlässig arbeiten. Mit dem erzeugten Strom können etwa 5000 Drei-Personen-Haushalte versorgt werden. Fünf WKW betreibt die ENSO Energie Sachsen Ost AG, welche auch den 1997 entstandenen Energie-Erlebnispfad betreut. Zehn Stationen vermitteln auf unterhaltsame Weise wissenswertes über die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und den Schutz der Umwelt. Kinder und Jugendliche können hier spielend ihr Schulwissen vertiefen.
Zur Erkundung des 40 km langen Pfades empfiehlt sich eine Teilung in Einzeltouren, denn nicht alle Abschnitte eignen sich für Kinderwagen bzw. Fahrräder. Die durchgängig sehr gute Markierung des Weges und die gute Verkehrsanbindung ermöglichen jederzeit Änderungen im persönlichen Tagesplan.